Wir hatten schon länger den Plan, die Beheizung unseres Hofes noch umweltfreundlicher zu gestalten. Seit Anfang Dezember haben wir nun eine Wärmepumpe installieren lassen, die unseren gesamten Hof beheizt.
Hierbei war uns auch besonders wichtig, dass ein Gerät zum Einsatz kommt, das ein natürliches und damit umweltfreundliches Kältemittel – in diesem Fall Propan – nutzt. Entschieden haben wir uns letztlich für eine Wärmepumpe eines süddeutschen Herstellers.
Damit haben wir nun ein hybrides Heizsystem für unseren Hof, das vier verschiedene Wärmequellen kombiniert und in einem großen Pufferspeicher zusammenführt:
- Die neue Wärmepumpe, die während der Heizsaison für Wärme in den Häusern und für Warmwasser sorgt.
- Die Solarthermieanlage, die hauptsächlich im Sommer warmes Wasser erzeugt und zusätzlich in der Heizsaison etwas unterstützt.
- Die Kaminöfen, davon einer wasserführend, die bei sehr niedrigen Temperaturen ab 0°C im Winter zum Einsatz kommen, um die Wärmepumpe zu unterstützen.
- Den Gasbrenner, der noch vorhanden war und einfach als Backup geblieben ist.
Neben der Installation der neuen Wärmepumpe mussten noch ein paar Heizkörper ausgetauscht werden und somit haben wir jetzt eine ideale Heizlösung für unseren Hof gefunden. Wir können nach einer Heizsaison bereits bestätigen: Wärmpumpe im Altbau mit Heizkörpern funktioniert und ist nicht nur ökologisch aktuell die beste Lösung, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll möglich.
Keine Illusion sollte man sich allerdings machen, dass in Kombination mit einer PV-Anlage dann im Winter auch mit eigenem Strom geheizt werden kann. Unsere Photovoltaikanlage liefert in den Wintermonaten so wenig Ertrag, dass dieser noch nicht einmal für die beiden Elektroautos reicht. Und dennoch, auch bei 100% Stromzukauf über einen Ökostromvertrag ist eine Wärmepumpe in unserem Fall die günstigste Heizlösung. In der Übergangszeit im Herbst und Frühjahr, wenn die Erträge der PV-Anlage deutlich höher sind, können wir allerdings tatsächlich einen großen Teil der benötigten elektrischen Energie für die Wärmepumpe selbst erzeugen.
Das Projekt war allerdings… ein Projekt. Das heißt, es bedurfte viel Abstimmungsaufwand mit der Installationsfirma und es waren auch einige Nachbesserungsarbeiten notwendig. Auch waren wir zu Beginn nicht mit der Lautstärke des Außengerätes der Wärmepumpe zufrieden. Hier wurden seitens des Herstellers allerdings Änderungen vorgenommen, die hoffentlich in der nächsten Heizsaison für einen ruhigeren Betrieb sorgen werden.
Bei Interesse oder Fragen zu unserer Anlage steht Martin gerne Rede und Antwort 😊







